Preis der Euroregion für das Schlesische Museum und seine Partner
Olga Hájkova vom Museum Vrchlabí, Anna
Bober-Tubaj vom Keramik-Museum Bunzlau und Johanna Kutschera vom
Schlesischen Museum (v.l.) nahmen am Donnerstag in Bischofswerda den
Preis der Euroregion entgegen
Das
Schlesische Museum zu Görlitz hat gemeinsam mit den Museen in Boles³awiec (Bunzlau)
und Vrchlabí (Hohenelbe) sowie dem Sorbischen Museum in Bautzen den ersten Preis
der Euroregion Neiße für das Jahr 2009 in der Kategorie „Kultur“ erhalten.
Ausgezeichnet wird damit die vorbildliche partnerschaftliche Kooperation in
einem Projekt, das sich der Geschichte der Keramikproduktion der innovativen Bunzlauer
Firma Hugo Reinhold widmete. Die gemeinsam erarbeitete Ausstellung mit ca. 650
Exponaten wurde zunächst im Keramikmuseum Bunzlau und von April bis Juli 2009 vor
etwa 2000 Besuchern im Schlesischen Museum gezeigt. Auch der umfangreiche
zweisprachige Katalog zur Ausstellung erhielt bereits eine Auszeichnung: Am 18.
Mai 2009 wurde er im polnischen Wettbewerb um das Museumsereignis des Jahres in
der Kategorie „Veröffentlichungen“ mit dem ersten Preis bedacht. Die in diesem
Wettbewerb verliehenen „Sibyllen“ sind die
begehrteste Auszeichnung im polnischen Museumswesen.
am 10. Dezember "Als Hildegard noch nicht in Bingen war. Der Disibodenberg - Archäologie und Geschichte" in Mainz
Termin:
10.12.2009 19:00 - 22:00
Veranstaltungsort:
Museum für Antike Schiffahrt
Neutorstraße 2b
In einer Diskussionsrunde präsentiert das
Römisch-Germanische Zentralmuseum (RGZM) am 10. Dezember sein
gleichnamiges, neues und populärwissenschaftliches Buch "Als Hildegard
noch nicht in Bingen war. Der Disibodenberg - Archäologie und
Geschichte" um 19 Uhr im Museum für Antike Schiffahrt Mainz.
Hildegard
von Bingen ist eine faszinierende Persönlichkeit der europäischen
Geschichte. Gerade heute steht sie wieder im Mittelpunkt des
Interesses: Vor wenigen Wochen wurde ihr Leben verfilmt. Vierzig Jahre
dieses Lebens verbrachte Hildegard im Kloster auf dem Disibodenberg
bevor sie nach Bingen ging, hier verfasste sie einige ihrer Hauptwerke.
Mit "Als Hildegard noch nicht in Bingen war. Der Disibodenberg -
Archäologie und Geschichte" liegt ein Werk vor, das sich mit dem
Disibodenberg umfassend und tiefgehend auseinandersetzt. In der
Diskussionsrunde soll zunächst einem Aspekt nachgegangen werden: Frauen
im Kloster, damals und heute.
Geplant sind eine Begrüßung und Einführung in das Buch durch Univ.-Doz.
Dr. Falko Daim/Generaldirektor des RGZM, eine Begrüßung durch Dr.
Albrecht Weiland/Geschäftsführer des Verlags Schnell & Steiner,
eine Einführung zum Klosterberg durch Dr. Eberhard Nikitsch/Akademie
der Wissenschaften und der Literatur Mainz, und im Anschluss daran eine
Diskussionsrunde mit Moderator. Als Teilnehmer der Diskussionsrunde
sind eingeladen: Staatssekretär Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig, Prof.
Dr. Franz Felten/Historisches Seminar der Johannes
Gutenberg-Universität Mainz, Schwester Philippa Rath OSB/Kloster
Eibingen, Dr. Antje Kluge-Pinsker/RGZM, Co-Herausgeberin des Buches,
und eine der Schauspielerinnen aus Margarethe von Trottas aktuellen
Film "Vision - das Leben der Hildegard von Bingen". Die Diskussion
behandelt das Thema "Frauen im Kloster", damals - heute.
Hinweise zur Teilnahme:
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Sehr geehrtes Redaktionsteam, sehr
geehrte Damen und Herren,
ein ereignisreiches und
arbeitsreiches Jahr neigt sich dem Ende zu. In dessen Mittelpunkt standen die
beiden großen Sonderausstellungen über Leben und Wirken Bernhard Grzimeks und
über die Entwicklung der Luftfahrt in Schlesien. Sie und Ihr Team haben unsere
Ausstellungen und Veranstaltungen auch in diesem Jahr mit großem Interesse
begleitet. Dafür danken wir Ihnen auf diesem Wege ganz herzlich.
Wir würden uns freuen, wenn Sie
unsere Arbeit auch im Neuen Jahr unterstützen könnten.
Ihnen sowie Ihren Kolleginnen und
Kollegen wünschen wir ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes
Neues Jahr, Gesundheit und Erfolg.
Mit freundlichen
Grüßen
Dr. Susanne
Peters-Schildgen
und das gesamte Mitarbeiterteam des
Oberschlesischen Landesmuseums
Der Kunstsammler Hans Peter Reisse aus Kassel übergab am 20. November
2009 dem Schlesischen Museum eine wertvolle
Sachspende im Wert von insgesamt ca. 16.000 Euro. Unter den Kunstwerken befindet sichein Gemälde des Architekten Hans Poelzig
(1869-1936), dem wohl wichtigsten Direktor der Breslauer Akademie für Kunst und
Kunstgewerbe. Es handelt sich um ein seltenes Gemälde der wenig
bekannten malerischen Produktion Poelzigs. Das Gemälde „Pferdekopf“ belegt,
dass er nicht nur in der Architektur, sondern auch in der Malerei seiner Zeit
voraus war. Zu der Schenkung zählen weiterhin sechs undekorierte Glaspokale aus
der Josephinenhütte in Schreiberhau/Riesengebirge um 1900 sowie sieben Plaketten
und Bronzetafeln, darunter eine von Eduard
Kaempffer (1859-1926) gestaltete Tafel zur Eröffnung des Schlesischen Museums für Kunstgewerbe und Altertümer im
Jahre 1899 in Breslau. Herr Reisse überreichte dem Museum außerdem zwei Skulpturen
als Leihgaben. Die Bronzegruppe „Hirte mit Herde“ der Bunzlauer Bildhauerin
Jenny von Bary-Doussin (1874-1926) wird
in Kürze in der laufenden Ausstellung „Rollenwechsel. Künstlerinnen in
Schlesien um 1880 bis 1945“ zu sehen sein.
Bereits seit Jahren unterstützt Herr Reisse das Museum
mit zahlreichen Schenkungen, Leihgaben und Werbeideen. Alljährlich lässt der
engagierte Sammler dem Schlesischen Museum zu Görlitz eine Geldspende bis zu
3000,- Euro für den Erwerb von Kunst zukommen – unter der Bedingung, dass von
privater Seite in gleicher Höhe Spenden fließen. Dieses Konzept erwies sich von
Anfang an als erfolgreich und ermöglichte in den vergangenen Jahren manch
wichtigen Ankauf von Seiten des Museums. Hinter dieser Zuwendung steht vor
allem Reisses Interesse, die umfangreiche Sammlung mit Werken von
Künstlern der ehemaligen Breslauer Akademie, die das Museum 2001/2002 von ihm
erwarb, um ausgesuchte Objekte weiterhin zu vermehren. Für ihn ist es ein
wichtiges Ziel, damit zugleich auf Görlitz und auf die Arbeit des Schlesischen
Museums überregional aufmerksam zu machen.
Dr. Martina Pietsch Schlesisches Museum zu Görlitz Untermarkt 4 / Brüderstraße 8 02826 Görlitz tel. 03581 / 8791-132 mpietsch@schlesisches-museum.de www.schlesisches-museum.de
Mit Maske gratis ins Museum! 2. August 2009, 10 bis 18 Uhr
WIR SIND
MASKE Mit Maske gratis ins Museum! 2. August 2009,
10 bis 18 Uhr
Am 2. August 2009 erhalten alle Besucherinnen und Besucher, die eine Maske
tragen, freien Eintritt in die Ausstellung WIR SIND MASKE im
Museum für Völkerkunde. Spannend wird es, wenn zwischen den Ausstellungsobjekten
nun tatsächlich maskierte Personen zu sehen sind.
Kinder haben an diesem Tag die Möglichkeit, im Kinderatelier ihre eigenen
Masken zu basteln, sich beim Schminken verzaubern zu lassen und bei speziellen
Kinderführungen mehr über die geheimnisvolle Welt der Masken zu erfahren. Auch
für die erwachsenen Besucherinnen und Besucher werden stündlich Führungen
angeboten. Für Unterhaltung und Spaß sorgen die CliniClowns, kulinarische
Leckerbissen und Erfrischungen bietet das Café Gerstner in der Säulenhalle des
MVK.
Freuen Sie sich auf ein interessantes Rahmenprogramm für Groß und Klein und
genießen Sie mit Ihrer Familie ein Erlebnis zwischen Fantasie und
Wirklichkeit!
TIPP: Sie können sich bereits jetzt Ihre eigene Maske für den Maskentag
basteln: eine Vorlage dazu finden Sie auf unserer Ausstellungsseite.
In den
vergangenen Jahrzehnten haben sich Kunsthistoriker, Verlage, Galerien und
Museen häufig mit dem Leben und Werk von Künstlerinnen befasst. Man fragte nach
spezifisch weiblichen Positionen in der bildenden Kunst und untersuchte aus
sozialgeschichtlicher Sicht die gesellschaftliche Rolle der Frauen im
Kunstbetrieb. Für zahlreiche Künstlerinnen verschiedener Epochen, Länder und
Regionen liegen bereits Untersuchungen und Biographien vor – für Schlesien
steht diese Forschung noch am Anfang.
Der 150.
Geburtstag der Breslauer Malerin Gertrud Staats (1859-1938) bietet einen guten
Anlass, das erstaunlich breite Leistungsspektrum der Künstlerinnen Schlesiens
seit der Jahrhundertwende vorzustellen. Gertrud Staats gehörte zu den wenigen
Frauen, die bereits zu Lebzeiten breite Anerkennung für ihr Werk fanden. Die
meisten Künstlerinnen erlangten lediglich lokale Beachtung und gerieten schnell
in Vergessenheit, trotz ihrer bedeutenden Leistungen auf den Gebieten der
freien Kunst (Bildhauerei, Malerei, Graphik), des Kunsthandwerks (Textilkunst,
Gebrauchsgraphik, Schriftkunst u.ä.) und der Fotografie. Die Zeit des
NS-Regimes, der Krieg und die Vertreibung haben nicht unwesentlich zum
Untergang vieler Werke beigetragen. Nach 1945 kannte man nur noch wenige
herausragende Namen.
Neben
einem Querschnitt durch das bedeutende Oeuvre von Gertrud Staats gibt die
Ausstellung mit rund 100 Originalwerken, zeitgenössischen Fotos und Archivalien
einen Überblick über die Entwicklung in Schlesien. Zugleich erscheint die erste
umfassende Publikation zu diesem Thema – die Dissertation der polnischen
Kunsthistorikerin Ksenia Stanicka-Brzezicka (Breslau) – in deutschsprachiger
Übersetzung. Dieses Werk enthält nicht nur eine erste Darstellung und
Einschätzung der Frauenkunst in Schlesien, sondern darüber hinaus eine
Auflistung über 570 Namen von Künstlerinnen und Kunststudentinnen mit
biographischen Angaben sowie eine umfangreiche Bibliographie.
das Schlesische Museum zeigt ab 4. September eine neue
Ausstellung mit Werken schlesischer Künstlerinnen 1880-1945. Für die
Veröffentlichung unserer Informationen wären wir sehr dankbar.
Defizit in der Kasse. Nie ma chêtnych do
zwiedzania muzeum ¿ydowskiego w Niemczech, aw Warszawie Kaczyñski i
Gronkiewic-Walz finansuj± budowê KOLEJNEGO MUZEUM ZYDOW W EUROPIE. EMMENDINGEN.
Die finanzielle Situation des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur
Emmendingen stellt sich immer problematischer dar. Ähnliche Inhalte:
auch in russisch, tschechisch, polnisch und slowakisch schloss ambras - in situ
Elena Elagina & Igor Makarevich
in
situ Elena Elagina & Igor Makarevich Eine
Ausstellung der Stella Art Foundation, Moskau 19. Mai bis 2. August
2009 Kunsthistorisches Museum, Gemäldegalerie Kuratiert von Mag. Boris
Manner
Die Stella Art Foundation, Moskau präsentiert rund 50 Arbeiten des
russischen Künstlerpaares als Intervention in den Räumen der Gemäldegalerie. Es
kommt zu einer Auseinandersetzung mit einzelnen Meisterwerken der Sammlung und
dem ikonologischen Konzept des Museums. Gezeigt werden Skulpturen, Objekte,
Fotoarbeiten, Ölbilder sowie Manuskripte, die sowohl inhaltlich als auch
konzeptionell Bezug auf die Gemälde von Albrecht Dürer, Pieter Bruegel,
Rembrandt Harmensz van Rijn und Frans Snyders nehmen.
Elena Elagina
(*1949 in Moskau) und Igor Makarevich (*1943 in Trialeti/Georgien) zählen zu den
bedeutendsten zeitgenössischen russischen Künstlern. In ihren Bildern, Objekten
und Installationen stoßen wir immer wieder auf Zeichen, die wie Türen zu
anderen, nicht immer bildhaften Sinnräumen
führen.
Führungen jeden Samstag um 14.30 Uhr
Teilnahme: € 3,- Treffpunkt: Eingangsfoyer KHM
Führungen Täglich um 11 und um 14.30 Uhr: Wunderwelt der
Renaissance Jeden Donnerstag um 14.30 Uhr: Kuratorenführung Audio guides
in deutsch, englisch und italienisch Neu: Führungen für
Gruppen auch in russisch, tschechisch, polnisch und
slowakisch
Kinderführungen jeden
Samstag um 14.30 Uhr
2. Mai Zeus, Herkules &
Co. · ab 8 Jahren 9. Mai Fernsucht · ab 6
Jahren 16. Mai Kleider machen Leute · ab 8
Jahren 23. Mai Prinzenrolle · ab 7 Jahren 30.
Mai Leben wie ein Fürst · ab 6 Jahren
4. April 2009 live in Ö1 mit Dr. Sabine Haag
Die neue Generaldirektorin des Kunsthistorischen Museums - Innenräume
Kunstkontext Innenräume Zur Sonderausstellung „RAUM IM BILD.
Interieurmalerei 1500 bis 1900“
Kunst kann man einfach verstehen lernen –
durch die Kombination von Bild-Vortrag und Führung entdecken Sie überraschende
Sichtweisen und spannende Vergleiche.
Beginn 15.30 Uhr Dauer ca. 60
Min. Medienraum
Intimität oder
Öffentlichkeit Dienstag, 7. April Dr. Gabriele
Helke
Berühmte Filminterieurs Dienstag, 21.
April Dr. Cäcilia Bischoff
Informationen unter
Tel .+43 1 525 24- 5202 · info.mup@khm.at
Ö1
Klassik-Treffpunkt mit Dr. Sabine Haag Die neue
Generaldirektorin des Kunsthistorischen Museums bei Dr. Otto
Brusatti 4. April 2009, 10.05 Uhr – live in Ö1
Seit gerade drei
Monaten ist Sabine Haag Generaldirektorin des Kunsthistorischen Museums.
„Konzentration auf die Besucher statt Jagd nach Besucherzahlen“ lautete eines
ihrer ersten Vorhaben. Der „Tag der offenen Tür“ im Jänner war die erste große
öffentliche Aktion der neuen Museumschefin. Erkenntnisse aus diesem ersten
Vierteljahr sowie Perspektiven für die Zukunft stehen im Mittelpunkt dieses
„Klassik-Treffpunkts“.
Vom Kunsthandwerk zur
Kunst – Bunzlauer Keramik der Firma Reinhold
Ausstellung vom 4.
April bis 26. Juli 2009 im Schlesischen Museum zu Görlitz
Am Anfang stand eine traditionelle Töpferei für
Gebrauchsgeschirr mit dem für Bunzlau charakteristischen Pfauenaugen- und
Schwämmelmuster. Anders als viele Töpfereien in Bunzlau war die 1865 von Moritz
Reinhold gegründete Werkstatt aufgeschlossen für Neuentwicklungen. Ab 1897 arbeitete
die Firma auf künstlerischem und technischem Gebiet eng mit der Keramischen Fachschule
in Bunzlau zusammen. Die Töpferei entwickelte sich rasch zu einem Vorreiter auf
dem Gebiet neuer Produktionsmethoden.
Mit der Umwandlung in die GmbH „Bunzlauer Keramische
Werkstätten Reinhold und Co.“ 1920 entwickelte die Firma ein stärkeres künstlerisches
Profil. Die Produktion wurde ausschließlich auf Feinsteinzeug umgestellt. Moderne,
farbintensive Lauf- und Unterglasurdekore lösten die braunen Lehmglasuren ab,
die Formen des Jugendstils und später des Bauhauses hielten Einzug. In der Zeit
des Nationalsozialismus ging die Fima in andere Hände über. 1945 wurde die
Produktion eingestellt.
Die Ausstellung, ein gemeinsames Projekt des Muzeum Ceramiki
w Boles³awcu und des Schlesischen Museums zu Görlitz, zeigt erstmalig einen
umfassenden Querschnitt durch die Produktionspalette der Firma Reinhold von
1897 bis 1945. Die etwa 600 Objekte stammen aus den Beständen beider Museen
sowie aus polnischen und deutschen Privatsammlungen. Ein umfangreicher Katalog
dokumentiert in ca. 850 Farbfotos die Ausstellung, die in Deutschland nur im
Schlesischen Museum zu Görlitz zu sehen ist.