Roland Reuß: Urheberrechtskonferenz Berlin (kurzer Bericht) und weitere Informationen
Heidelberg, Freitag 08 Mai 2009, 23:13
Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde und Freundinnen,
ich bin eben aus Berlin zurückgekommen. Wie manche von Ihnen/Euch wissen, hat das Justizministerium eine Internationale Urheberrechtskonferenz veranstaltet, die gestern und heute stattfand.
Für die erste Diskussionsrunde war ich als Partizipant eingeladen worden, dies übrigens lange bevor der Heidelberger Appell in der Welt war. Die beiden einleitenden Referate von Herrn Prof. Hilty (Max-Planck-Institut für Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht, München) und Prof. Harhoff (Institut für Innovationsforschung, Technologiemanagement und Entrepreneurship an der Ludwig-Maximilians-Universität München) waren leider so, wie man das bei den beiden Kollegen erwarten mußte: Nicht etwa Hilfen für die Frage, wie man die mit dem bestehenden Urheberrecht existierende Rechtsgrundlage durchsetzen kann, sondern mehr oder weniger unverhüllt darwinistische Appelle, die Rechte an die Wildnis da draußen anzupassen (will sagen: weiter preiszugeben).
Es ist mir noch nie passiert, daß bei zwei sog. keynotespeakern nicht nur beide ins selbe Horn tuten, sondern danach auf *jedem* Podium sitzen (und in diesem Fall unisono die mE obsolete Lehre von der Autonomie der Ökonomie und des bestehenden Urheberrechts als einer Hürde für die gesellschaftliche Weiterentwicklung des Wissens, der Kunst etc. singen). Das Publikum hat sich, das werden diejenigen, die als Unterzeichner unseres Appells anwesend waren, bestätigen, in späteren Diskussionen empört über diese Strukturierung der Tagung Luft verschafft.
Auf dem Podium, das ich, Tarantel auf dem Himbeereisbecher, bestücken durfte, saßen demnach zwei Wissenschaftler, die zu der Frage, wie existierende Rechte gewahrt werden können, ersichtlich nichts sagen wollten, Herr Prof. Kuhlen, Federführer einer sog. Urheberrechtsinitiative, die (Thomas Bernhard würde wohl sagen:) eine Urheberrechtsabschaffungsinitiative ist, eine englische Bibliothekarin, die mit der Welt völlig im Reinen zu schien (sie sprach allerdings so leise, daß man sie so gut wie nicht verstand), ein Verlagsvertreter von Springer International, der nicht zu betonen versäumte, sein internationaler Verlag hätte bewußt nicht den Heidelberger Appell unterschrieben, weil dieser maßlos (!) sei, Maarten Wilbers von der CERN, Herr Schaefer, der Moderator, und ich.
Wenn ich das recht sehe, heißt das, daß ich alleine die Perspektive der mittleren und kleinen Verlage und die der wissenschaftlichen Autoren vertreten mußte. Ob ich das gut gemacht habe, werden andere beurteilen können, der Moderator neigte deutlich zu den Positionen unseres Appells, die ich auf dem Podium auch erläutert habe, so daß trotz der zahlenmäßigen Übermacht der laissez faire-Fraktion ein einigermaßen klares Meinungsbild entstehen konnte.
Ein dem momentanen Problemen der produktiv Schaffenden in diesem Land angemessener Konferenzrahmen war das gleichwohl leider nicht, und viele im Publikum teilten diesen Eindruck.
Der politische Druck muß mE weiter erhöht werden, und ich kann Sie nur noch einmal darum bitten, in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis weiter die Thematik zu diskutieren und um Unterstützung unserer Initiative zu werben.
*
In der Zwischenzeit sind in der FAZ drei Artikel erschienen, die allesamt mit der Thematik des Heidelberger Appells zu tun haben. Ich hänge die Verknüpfungen hier ein.
Subject:Rechtsinformationen bzgl. des Vergleichs in Sachen Google Book Search (Google-Buchsuche)
Als Autor oder Verleger könnten Sie von einem Vergleich einer Sammelklage in den Vereinigten Staaten betroffen sein, die das Scannen von Büchern und anderen Texten durch Google betrifft. Bitte lesen Sie die folgende zusammenfassende Mitteilung aufmerksam durch.
Mit freundlichen Grüßen Rust Consulting, Vergleichsverwalter
Hinweis: Google schickt Ihnen diese Benachrichtigung im Namen von Rust und hat Ihre Kontaktinformationen nicht an Rust weitergegeben. Jedwede Fragen oder Kommentare sollten an Rust gerichtet werden unter booksettlement_de@rustconsulting.com
An Personen außerhalb der USA: Dieser Vergleich betrifft Sie möglicherweise, da er auch US-Urheberrechte an außerhalb der USA veröffentlichten Büchern abdeckt. Wenn Sie an Rechte an Büchern oder an Materialien in einem Buch besitzen, bindet Sie dieser Vergleich, sofern Sie nicht fristgerecht aus der Gruppe austreten. Falls Sie als Buchautor, Buchverleger oder sonstiger Eigentümer Urheberrechte an Büchern bzw. anderen Schriften besitzen, betrifft Sie möglicherweise der „Class Action Settlement“ (Prozessvergleich) zum Scannen und zur Nutzung von Büchern bzw. anderen Schriften durch Google.
[US-]Autoren und Verleger verklagten Google in einer Sammelklage wegen der Verletzung von Urheberrechten der Autoren, Verleger und anderer Urheberrechtsinhaber („Rechteinhaber“) durch die nicht genehmigte Digitalisierung (das Scannen) urheberrechtlich geschützter Bücher und Einfügungen [z. B. Vorworte] und die nicht genehmigte Anzeige von Auszügen daraus im Internet. Google bestreitet diese Klage. Die Parteien einigten sich auf einen Prozessvergleich. Dessen grundlegende Bedingungen werden hier im Überblick dargestellt. Die Begriffe „Bücher“ und „Einfügungen“ werden unten erläutert. Was bewirkt der Vergleich? Sobald der Vergleich vom Gericht genehmigt ist, ist Google befugt, urheberrechtlich geschützte Bücher und Einfügungen in den USA zu scannen und eine elektronische Buch-Datenbank zu betreiben. In Bezug auf vergriffene Bücher und bei vorliegender Genehmigung der Rechteinhaber auch in Bezug auf lieferbare Bücher darf Google sowohl den Zugriff auf einzelne Bücher als auch institutionelle Abonnements der Datenbank verkaufen, Werbung auf jeder einem Buch gewidmeten Seite einblenden und Bücher in anderer Weise kommerziell nutzen. Die Rechteinhaber können ihre Anweisungen an Google zu diesen Nutzungen jederzeit ändern. Über eine auf Grund des Vergleiches eingerichtete „Book Rights Registry“ [Urheberrechtsregistrierstelle] („Registrierstelle“) zahlt Google den Rechteinhabern 63 % aller Erlöse aus seiner Nutzung ihrer Schriften. Google zahlt auch 34,5 Millionen USD für die Einrichtung und den anfänglichen Betrieb des Registers sowie zur Deckung der Kosten der Bekanntmachung und Verwaltung des Vergleichs und dazu mindestens 45 Millionen USD an Rechteinhaber an Büchern und Einfügungen, die Google vor Ablauf der Frist des Austritts aus der Gruppe - scannt. Wer fällt unter den Vergleich? Der Vergleich betrifft alle Personen weltweit, die Eigentümer von US-Urheberrechten an Büchern und Einfügungen sind. Der Begriff „US-Urheberrechte“ ist weitgespannt. Lesen Sie bitte unabhängig davon, wo sie wohnen, die Mitteilung vollständig durch, um festzustellen, ob der Vergleich auch für Sie gilt. Es gibt zwei Untergruppen: · Die „Untergruppe Autoren“ (Autoren von Büchern und anderen Schriften und deren Erben, Rechtsnachfolger und Zessionare) und · Die „Untergruppe Verleger“ (Verleger von Büchern und anderen Schriften und deren Rechtsnachfolger und Zessionare). Welche Schriften sind betroffen? Der Begriff „Bücher“ steht für urheberrechtlich geschützte Werke wie Romane, Lehrbücher, Dissertationen und andere Schriften, die am oder vor dem 5. Januar 2009 auf Papier veröffentlicht wurden. US-Werke müssen beim „U.S. Copyright Office“ eingetragen sein, damit sie unter den Vergleich fallen. Periodika, persönliche Papiere, Noten und gemeinfreie bzw. staatseigene Werke sind keine „Bücher“. „Einfügungen“ umfassen jegliche Texte und Schriften, wie etwa Vorwörter, Essays, Gedichte, Zitate, Briefe, Liedtexte, Kinderbuchillustrationen, Noten, Karten und Grafiken, die als eigene Texte vom US-Urheberrecht geschützt sind, zum Inhalt eines Buches, eines staatseigenen oder eines gemeinfreien Werkes gehören, am oder vor dem 5. Januar 2009 veröffentlicht wurden und die, wenn es sich um US-Werke handelt, beim „U.S. Copyright Office“ (allein oder als Teil anderer Werke) registriert sind. Bildinhalte (außer Kinderbuchillustrationen) und gemeinfreie bzw. staatseigene Werke sind keine „Einfügungen“. Die Mitteilung enthält eine genauere Erläuterung dieser Begriffe und andere entscheidende Angaben über den Vergleich.
Was sollten Sie tun? Lesen Sie bitte die vollständige Mitteilung, die unter http://www.googlebooksettlement.com abrufbar ist. Entscheiden Sie sich, ob Sie: · Teil des Vergleichs sein möchten. In diesem Fall sind Sie an die Entscheidungen des Gerichts gebunden, d. h. unter anderem verzichten Sie auf Ihre Ansprüche gegen Google. · Einspruch gegen den Vergleich einlegen oder den Vergleich kommentieren möchten. Sie müssen bis zum 5. Mai 2009 schriftlich Einspruch einlegen bzw. kommentieren. · aus der Gruppe austreten („opt out“) und Ihr Recht behalten, als Einzelne(r) gegen Google zu klagen. Sie müssen bis zum 5. Mai 2009 schriftlich austreten. · einen Antrag auf Barzahlung stellen (wenn Sie dazu berechtigt sind). Sie müssen Ihren Antrag bis zum 5. Januar 2010 einreichen. Das Gericht hat einen Leitanwalt für die Gruppe („Class Counsel“) ernannt, der die beiden Untergruppen vertritt. Falls es den Vergleich genehmigt, verlangt der Prozessvertreter der Untergruppe Autoren die Anwaltshonorare und -auslagen, zu deren Zahlung Google sich verpflichtet hat. Sie können auch auf eigene Kosten einen eigenen Rechtsanwalt beauftragen. Das Gericht entscheidet in einer öffentlichen Anhörung („Fairness Hearing“) am 11. Juni 2009 um 13:00 Uhr darüber, ob es den Vergleich genehmigt.
Vollständige Informationen, einschließlich der gesamten Mitteilung, erhalten Sie auf der Website: http://www.googlebooksettlement.com, per Anruf: +1.612.359.8600 per Schreiben an: Google Book Search Settlement Administrator, c/o Rust Consulting P.O. Box 9364, Minneapolis, MN 55440-9364, UNITED STATES OF AMERICA
vielen Dank für Ihre Unterstützung, über die ich mich auch persönlich sehr freue! Wenn Sie weitere Kollegen und Freunde auf unsere Initiative hinweisen würden, wäre das sehr wichtig.
Herzliche Grüße aus Heidelberg, Ihr Peter Staengle ----- Original Message -----
Stefan Szymutko urodził się 27 lipca 1958 r. w Mysłowicach. Był
profesorem Uniwersytetu Śląskiego w Katowicach, na którym w 1981 roku ukończył
studia filologiczne, i w którym w 1991 roku doktoryzował się, a w 1999 roku
habilitował. Zmarł w czwartek w wieku 51 lat. Pogrzeb odbędzie się w sobotę w
jego rodzinnych Mysłowicach. sowa
Literatur als Palimpsest. Symposium zu Ehren von Angelika Neuwirth. Berlin, 10.11.2008
“What else than a natural and mighty palimpsest is the human brain? Such a palimpsest is my brain; such a palimpsest, O reader! is yours. Everlasting layers of ideas, images, feelings, have fallen upon your brain softly as light. Each succession has seemed to bury all that went before. And yet in reality not one has been extinguished.“ Thomas De Quincey, Suspiria de Profundis (1845) Das Palimpsest steht für die komplexe Dialektik von Vergessen und Erinnern, wobei das Überschreiben des Alten mit Neuem zugleich eine Auslöschung und Konservierung des Überschriebenen bedeutet. Das Symposium fragt nach den Subtexten und verschütteten Bezügen der — profanen wie sakralen, klassischen wie modernen — arabischen Literatur und nach den methodologischen Implikationen einer interdisziplinär ausgerichteten Arabistik in Bezug auf den allgemeinen literatur- und kulturwissenschaftlichen Diskurs. Programm 09.00 Uhr Begrüßung 09.15 Uhr Stefan Wild Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Angelika Neuwirth zum Geburtstag — Rückblick eines Weggefährten Schrift und Gemeinde: Transformation heiliger Texte 09.45 Uhr Walid Saleh Fellow „Europa im Nahen Osten – Der Nahe Osten in Europa“, University of Toronto The Hebrew Bible in Islam Kaffeepause 11.00 Uhr Islam Dayeh Freie Universität Berlin The Restoration of the Law: Sûrat al-An‘âm as National Self-Criticism 11.45 Uhr Stefan Weidner Köln Playing With Fire: Religious Travesties in the Poetry of Adunis Mittagspause Erinnerungsfiguren in nahöstlichen Literaturen 14.00 Uhr Thomas Bauer Westfälische Wilhelms-Universität Münster Poesie und Politik — Ibn Nubata (1287-1366) und der Fürst von Hama 14.45 Uhr Sinan Antoon Fellow „Europa im Nahen Osten – Der Nahe Osten in Europa“, New York University Ruins and Spectre in Mahmud Darwish‘s Late Poetry Kaffeepause 16.00 Uhr Reuven Snir University of Haifa Arab-Jewish Identity: Memory, Poetry, and Singularity 16.45 Uhr Lital Levy Princeton University Israel, Interrupted: Writing in the Hebrew-Arabic No-Man‘s Land Pause 18.30 Uhr Podiumsdiskussion Gibt es einen ‚Oriental Turn‘ in den Geisteswissenschaften? Angelika Neuwirth (Freie Universität Berlin), Gyburg Uhlmann (Freie Universität Berlin), Stefan Weidner (Köln) und Sigrid Weigel (Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin) Moderation: Ludwig Ammann (Freiburg / Fellow des Wissenschaftskollegs zu Berlin) Weitere Informationen: Georges Khalil Europa im Nahen Osten – Der Nahe Osten in Europa c/o Wissenschaftskolleg zu Berlin +49 30 89 001 258 eume@wiko-berlin.de www.eume-berlin.de Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten unter eume@wiko-berlin.de. Das Symposium wird in Kooperation mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Freien Universität Berlin und dem Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin ausgerichtet und ist Teil des wissenschaftlichen Programms von Europa im Nahen Osten – Der Nahe Osten in Europa, einem gemeinsamen Forschungsprogramm der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Fritz-Thyssen-Stiftung und des Wissenschaftskollegs zu Berlin.
Wiesbaden, 06.12.2007 ein Sammelsurium der schönsten, schrägsten und denkwürdigsten Weihnachtstexte zum Vortrag
Im Dezember wird es besinnlich im SPEAK TANK. Gemeinsam mit einem Überraschungsgast bringt Gastgeber Alexander Pfeiffer ein Sammelsurium der schönsten, schrägsten und denkwürdigsten Weihnachtstexte zum Vortrag. 06.12.2007 - 21:00 Uhr - Gestüt Renz (Wiesbaden)
17. 10. 20 07r Poznań (środa) g.15.00 - Lekcje poetyckie i warsztaty w V LO (ul. Zmartwychwstańców 10) g.18.00 - Poeci u Aleksandra Tecława (impreza zamknięta)
18. 10. 2007r. Poznań (czwartek) g.12.00 - Lekcje poetyckie i warsztaty w II LO (ul. Matejki 8/10) g.17.00 - Wieczór Poezji Europejskiej w WSNHiD (ul. gen. T.Kutrzeby 10) g.20.00 - Maraton poetycki i koncert RaJazz - Aplauz (piwnica Teatru Polskiego)
19. 10. 2007r. Wielkopolska (piątek) g.11.00 - Lekcje poetyckie w bibliotekach i szkołach powiatu i województwa. g.18.00 - Promocja pisma literackiego i nowości wydawniczych POETICON w „Naszym Klubie” (ul.Woźna 12) g.22.00 - NOC POETÓW (Poznań, przed pomnikiem Adama Mickiewicza UAM) Wręczenie Medalu im.Safony
20. 10. 2007r. Poznań (sobota) g.11.00 - Turniej Jednego Wiersza przed debiutem książkowym o Nagrodę Głosu Wielkopolskiego w „Naszym Klubie” (ul.Woźna 12) g.21.00 - Koncert Muzyka świata w Klubie El Torro w Wągrowcu.
21. 10. 2007r. Poznań (niedziela) g.20.00 - Reggae & Hip-Hop All Night Fest w Blue Note otwarty pojedynek formacji hip-hopowych, dj’ów, Freestyle i SoundClash support Trez Colorez i koncert formacji Ares & the Tribe
22. 10. 2007r. Poznań (poniedziałek) g. 20.00 - Wielka Noc Etniczna w Teatrze Revia Viva (ul. Grunwaldzka 22 Kino Olimpia)
17. 10. 20 07r Poznań (środa) g.15.00 - Lekcje poetyckie i warsztaty w V LO (ul. Zmartwychwstańców 10) g.18.00 - Poeci u Aleksandra Tecława (impreza zamknięta)
18. 10. 2007r. Poznań (czwartek) g.12.00 - Lekcje poetyckie i warsztaty w II LO (ul. Matejki 8/10) g.17.00 - Wieczór Poezji Europejskiej w WSNHiD (ul. gen. T.Kutrzeby 10) g.20.00 - Maraton poetycki i koncert RaJazz - Aplauz (piwnica Teatru Polskiego)
19. 10. 2007r. Wielkopolska (piątek) g.11.00 - Lekcje poetyckie w bibliotekach i szkołach powiatu i województwa. g.18.00 - Promocja pisma literackiego i nowości wydawniczych POETICON w „Naszym Klubie” (ul.Woźna 12) g.22.00 - NOC POETÓW (Poznań, przed pomnikiem Adama Mickiewicza UAM) Wręczenie Medalu im.Safony
20. 10. 2007r. Poznań (sobota) g.11.00 - Turniej Jednego Wiersza przed debiutem książkowym o Nagrodę Głosu Wielkopolskiego w „Naszym Klubie” (ul.Woźna 12) g.21.00 - Koncert Muzyka świata w Klubie El Torro w Wągrowcu.
21. 10. 2007r. Poznań (niedziela) g.20.00 - Reggae & Hip-Hop All Night Fest w Blue Note otwarty pojedynek formacji hip-hopowych, dj’ów, Freestyle i SoundClash support Trez Colorez i koncert formacji Ares & the Tribe
22. 10. 2007r. Poznań (poniedziałek) g. 20.00 - Wielka Noc Etniczna w Teatrze Revia Viva (ul. Grunwaldzka 22 Kino Olimpia)
am morgigen Mittwoch, 12.9.2007, 19 Uhr (Teil 1) und Donnerstag, 13.9.2007, 19 Uhr (Teil 2), im Haus der Berliner Festspiele Anton Tschechows (1860-1904) Erzählung „Eine langweilige Geschichte“ in der Übersetzung von Ada Knipper und Gerhard Dick lesen. Neben dem „Faust“ und „Wallenstein“ trat Stein u.a. als Leser von Flauberts „Versuchung des Heiligen Antonius“ hervor.
Tschechow schrieb die Erzählung als 29-jähriger im Jahr 1889. Im selben Jahr erfolgte die Erstveröffentlichung im „Severnyi Vestnik“. In ihr geht es um einen Wissenschaftler, der, alt geworden, sein Leben und die Menschen Revue passieren lässt, die ihn umgeben. „Im Mittelpunkt der Erzählung steht ein berühmter Professor der Medizin. Ein des Lebens überdrüssiger Mensch, der hypochondrisch den Tod erwartet. Das Leben, die Leute um ihn herum, die Familie beobachtet er mit resigniert-lakonischer Haltung. So werden die geschickt als "Aufzeichnungen eines alten Mannes" ausgegebenen Beobachtungen zu einer Chronik von Oberflächlichkeit, Opportunismus und Biedersinn einer traditions- und haltlosen russischen Bürgergesellschaft. Die oblomowartige Abwesenheit des Helden von dieser Welt ist eine stille Sehnsucht nach Originalität und Ursprünglichkeit ist. In dieser Sehnsucht werden die Figuren Dostojekwskis schwer und ernst, doch Tschechow hält ironische Distanz zu seinem Helden, dem er so auch etwas lebenswahr Lächerlich-Leichtes mitgeben kann“ (H.-Georg Lützenkirchen).
Thomas Mann schrieb über die Erzählung: „Wenn schon angepriesen werden soll, so muß ich unbedingt „Eine langweilige Geschichte“ nennen, die mir teuerste von Cechovs erzählerischen Schöpfungen, ein ganz und gar außerordentliches und faszinierendes Werk, das an stiller, trauriger Merkwürdigkeit in aller Literatur seinesgleichen sucht.
30.6.2007 Stuttgart „Lust und Liebe in den Märchen“ Kombination aus Lesung und intellektueller Debatte
Noch drei Veranstaltungen bieten die Möglichkeit, an dieser einzigartigen Reihe teilzunehmen: morgen abend geht es auf dem Stuttgarter Schloss Solitude von 19 bis 22 Uhr um „Lust und Liebe in den Märchen“ – bekannte Märchenexperten wie Prof. Dr. em. Dietz-Rüdiger Moser und Jürgen Janning diskutieren über Liebe und Eros in vermeintlich frommen Märchentexten.
Am Samstag, den 15.7. lesen auf dem Berliner Schloss Biesdorf Jule Böwe und Herbert Fritsch von der Berliner Schaubühne und Volksbühne japanische, persische und elsässische Märchenvarianten, anhand derer im Anschluss u. a. PD Dr. Sabine Wienker-Piepho die Interkulturalität der Märchen darstellen wird.
Ihren Abschluss findet die Veranstaltungsreihe dann am 28.7. in Heidelberg: über „Den Tod und die Mädchen“ diskutieren dort nach einer Lesung von Astrid Gorvin und Matthias Scherwenikas u. a. Prof. Dr. Thomas Anz und Prof. Dr. Astrid Deuber-Mankowsky.
Märchen und Tod – zwei mythenträchtige Themen. In einer anregenden Kombination aus Lesung und intellektueller Debatte werden der interessierten Allgemeinheit neue und spannende Perspektiven auf die Geisteswissenschaften und ihr Potential eröffnet. Durch den Bezug zu Themen, die jeder kennt, kommen Berührungsängste mit philosophischen, philologischen und anderen Spezialgebieten erst gar nicht auf. Die Geisteswissenschaften präsentieren sich damit im öffentlichen Dialog in einem außeruniversitären Rahmen. Bekannte Schauspieler und Journalisten unterstützen die Geisteswissenschaftler mit ihren Präsentationen.
Die Themen „Märchen“ und „Tod“ sind universell und beschäftigen im geisteswissenschaftlichen Bereich eine Vielzahl von Fachgebieten, womit ein spannender interdisziplinärer Dialog impliziert ist. Beteiligte Wissenschaftler vertreten u.a. folgende Fachbereiche: Philosophie,verschiedene Philologien, Ethnologie, Kultur- und Religionswissenschaften.
Die beiden Lese- und Diskussionsreihen werden deutschlandweit in je drei Etappen an außergewöhnlichen Veranstaltungsorten präsentiert: auf Schlössern, im Palais und auf Friedhöfen.
Damit wird eine reizvolle, direkte Verbindung zu den Themen hergestellt und die Veranstaltungen profitieren von der authentischen Atmosphäre. www.peter-weiss-stiftung.de