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poniedziałek, 08 marca 2010
Das Schlesische Museum zu Görlitz erwirbt die Glassammlung Dietmar Zoedler
1GermanyHessen
magazyneuropejskimężczyzna - 56 lat, Frankfurt am Main, Germany
Puchar z herbem,
elementami architektonicznymi i sceną ogrodową/ Pokal mit Wappen,
Architekturelementen und Gartenszene, Christian Gottfried Schneider
zugeschrieben, Schlesien Mitte 18. Jahrhundert, SMG, Foto: René Pech, ©
Schlesisches Museum zu Görlitz
niedziela, 14 lutego 2010
Das Schlesische Museum zu Görlitz zeigt vom 27.3. bis 3.10.2010 die Ausstellung „Silber aus Schlesien 1871-1945“.
Silber aus Schlesien 1871-1945 Sonderausstellung vom 27. März bis 3. Oktober 2010 Die Gründung des deutschen Kaiserreiches 1871 bewirkte einen wirtschaftlichen Aufschwung, von dem auch die Hersteller von Gold- und Silberwaren in Schlesien profitierten. Innerhalb weniger Jahre entstanden in allen schlesischen Städten zahlreiche neue Werkstätten, Fabriken und eine große Zahl von Geschäften, die bevorzugt einheimische Erzeugnisse anboten. Erfolgreich warben die Hersteller und Verkäufer für Bestecke, Einrichtungs- und Gebrauchsgegenstände oder Schmuckwaren. Selbstbewusst verwiesen sie darauf, sich mit der Konkurrenz in Berlin oder in Südwestdeutschland messen zu können. Es gelang den schlesischen Herstellern zwar nicht, bei der Entwicklung neuer Formen und Dekore gleichermaßen bahnbrechend zu wirken wie große international tätige Firmen, doch in der Qualität der handwerklich wie auch industriell gefertigten Edelmetallarbeiten standen sie ihnen nicht nach. Bisher konnte dies nur am Beispiel des bedeutenden und zugleich größten schlesischen Unternehmens, der Firma Julius Lemor in Breslau, aufgezeigt werden. Die Ausstellung „Silber aus Schlesien“ im Schlesischen Museum zu Görlitz bietet erstmals einen Überblick über das breite Schaffen der vielen anderen Hersteller. Die Präsentation ausgewählter Produkte ist dank zahlreicher Leihgaben aus privaten und öffentlichen Sammlungen in Deutschland und Polen möglich geworden. Kaffee- und Teeservice, Leuchter, Pokale, Teller und Tabletts, Ehrenpreise und Erinnerungsstücke an die Militärzeit sind ebenso in ihrer Vielfalt und ihrem Glanz zu bewundern wie Kelche, Ziborien und Monstranzen oder die Vielzahl der Besteckformen und eine überraschende Fülle von Besteckteilen für spezielle Aufgaben am festlich gedeckten Tisch. Zur Ausstellung, die nur in Görlitz zu sehen ist, erscheint ein reich bebilderter Katalog mit einem Markenverzeichnis und Porträts der wichtigsten schlesischen Firmen. Eröffnung am Freitag, 26. März 2010, 18 Uhr Tel. 03581 / 8791-0, www.schlesisches-museum.de Öffnungszeiten: Di-So 10-17 Uhr Mit freundlichen Grüßen Schlesisches Museum zu Görlitz Versilberter Jugendstilpokal mit aufgelegtem Zierband als Ehrenpreis beim Meisterschaftsschwimmen in der Oder bei Breslau 1909; Hersteller unbekannt, Gravur und Verkauf durch die Fa. Gebrüder Sommé in Breslau, dat. 1909; Höhe 22,3 cm; Leihgabe Sammlung W. Jung, Düsseldorf; Foto: Jürgen Matschie.
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Das Schlesische Museum zu Görlitz erwirbt die Glassammlung Dietmar Zoedler
Das Schlesische Museum hat eine wertvolle Sammlung schlesischen Glases erworben. Bei einer Veranstaltung am 25.02.10 stellte Museumsdirektor Markus Bauer die 35 Gläser der Öffentlichkeit vor. Sie stammen aus der Zeit vom späten 17. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Er dankte der Ernst von Siemens Kunststiftung, der Kulturstiftung der Länder, dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie dem Förderverein des Schlesischen Museums, die den Kaufpreis aufgebracht hatten. Dr. Philipp Demandt von der Kulturstiftung der Länder begrüßte die gemeinsame Initiative: sie habe es ermöglicht, die sorgfältig komponierte Sammlung vor ihrer Auflösung zu bewahren und öffentlich zugänglich zu machen. Referatsleiter Dr. Thomas Lindner vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien betonte die Aufwertung, die die ständige Sammlung des Schlesischen Museums durch den Erwerb erfuhr. Das Museum sei nunmehr in die Lage versetzt, einen wichtigen Bereich der schlesischen Kulturgeschichte in seiner ständigen Ausstellung mit hochkarätigen und repräsentativen Exponaten darzustellen.
Die Sammlung wurde von Professor Dietmar Zoedler aufgebaut, geboren 1925 in Breslau, einem hervorragenden Kenner des Sammelgebiets und Verfasser des Standardwerks zum Thema (Schlesisches Glas – schlesische Gläser. Würzburg 1996). Seine Sammlung erwuchs aus dem Bestreben, Belegstücke für die Entwicklung der schlesischen Glaskunst, für bestimmte Techniken und für herausragende Persönlichkeiten unter den Glasmachern zusammenzustellen.
Seit dem späten Mittelalter wird in Schlesien Glas hergestellt. Der Durchbruch kam am Ende des 17. Jahrhunderts. Damals lösten Schlesien und Böhmen Venedig als führendes Glaszentrum Europas ab. Dabei gab es lange Zeit eine Art Aufgabenteilung: Vielfalt und Masse des Angebots kamen aus Böhmen, während auf der schlesischen Seite des Riesengebirges, im Hirschberger Tal mit dem wichtigsten Standort Warmbrunn, die feinsten Arbeiten im Bereich der Gravur entstanden.
Die ältesten Gläser der Sammlung Zoedler stammen aus dem späten 17. Jahrhundert. Einige Exemplare sind Friedrich Winter und seiner Werkstatt zuzuweisen, dem bedeutendsten schlesischen Glasschneider in dieser frühen Epoche. Seine besten Gläser sind im Hochschnitt gearbeitet: aus der starken Wandung eines Glases wird der Dekor im Relief herausgearbeitet, indem das umgebende Material Schicht für Schicht durch Schliff und Gravur abgetragen wird. Nur wenige dieser Inkunabeln des schlesischen Glases haben sich erhalten.
Die Sammlung umfasst mehrere Gläser aus der Mitte des 18. Jahrhundert, der „klassischen Epoche“ der schlesischen Glasmacherkunst. Detailreiche und feinteilige Darstellungen - Landschaftspanoramen, Stadtveduten und Schlachtenbilder – waren damals ihre Markenzeichen. Im frühen 19. Jahrhundert bildete sich der Typus des Bäder- und Souvenirglases aus. Die meist kleinformatigen Becher dienten der Erinnerung an Freunde und Verwandte, an Reisen und Kuraufenthalte. Auch diese Epoche ist in der Sammlung gut vertreten. Aus der großen Zahl von Ansichtengläsern des 19. Jahrhunderts ragen einige aufwendig gestaltete Stücke hervor, meist in der repräsentativen Form von Pokalen. Die Gefäßkörper sind mit mehreren unterschiedlichen Schlifftechniken dekoriert. Manche sind bemalt. Selten und wertvoll sind Gläser in Transparentmalerei, eine Technik, die aus der Porzellanmalerei stammt. Die Sammlung Zoedler enthält zwei der schönsten in dieser Art dekorierten Gläser.
Dr. Markus Bauer
Direktor
mbauer @schlesisches-museum.de
Schlesisches Museum zu Görlitz
Untermarkt 4/Brüderstraße 8 Öffentlichkeitsarbeit:
02826 Görlitz Dr. Martina Pietsch
Tel. 03581/ 8791-0 Tel. 03581 / 8791-132
www.schlesisches-museum.de mpietsch @schlesisches-museum.de